Die Mobilitätswende hat schon längst begonnen.

Es ist unsere Aufgabe und Ambition nachhaltigen Mobilitätslösungen den Weg zu bereiten.
Dafür braucht es lückenlose Radverkehrsnetze und -infrastruktur, einen barrierefreien und kostengünstigen Nahverkehr mit sehr guter Taktung, eine ambitionierte Fußverkehrsstrategie und -umsetzung und flächendeckende Carsharing- und Dorfauto-Angebote. Darüber hinaus setze ich mich insbesondere dafür ein die Logistik und den Güterverkehr zu stärken und auf nachhaltige Beine zu stellen. Ich möchte klimafreundliche Mobilität für alle! Außerdem braucht es lebenswerte Städte und Dörfer mit Aufenthaltsqualität und Begegnungsräumen, weniger Lärm- und Schadstoffemissionen sowie eine echte Flächengerechtigkeit! Dafür braucht es mehr als den Verbrennungsmotor gegen einen Elektromotor auszutauschen. Es braucht einen grundsätzlichen Wandel: Die Mobilitätswende. 

Schwerpunkte

Fußverkehr

Fußwegkonzepte, ein Zebrastreifen- und  sicherer Schulweg-Programm sind schon bei der Stadt- und Verkehrsplanung neben den Grundsätzen der „Stadt der kurzen Wege“ unverzichtbar für die Zukunft. Weiterhin muss es ein Ziel sein, attraktive Quartiere und Baugebiete mit Fußverkehrsinfrastruktur zu schaffen.

Radverkehr

Das Radfahren muss noch attraktiver werden. Es braucht eigene Wege entlang Landstraßen, gute Beläge, klare Beschilderung und auch Großprojekte wie Rad- und Fußbrücken über Flüsse und Schienen sowie Radschnellwege und -routen, alles mindestens nach dem ERA 2010-Standard. Die Radtourismus-Förderung ist unverzichtbar!

ÖPNV

Der ÖPNV ist das Rückgrat des Umweltverbundes. Der ÖPNV muss nicht nur zeitnah barrierefrei werden, sondern auch familien- und senior*innenfreundlich! ÖPNV-Haltestellen aber auch Bahnhöfe sollten Mobilitätsschnittstellen werden! Gleichzeitig braucht es gute Takte und kostengünstige Tarife, Abos sowie Zusatzservices.

Bahn

Auch beim Schienenpersonen-Nahverkehr braucht es neue intelligente und bezahlbare Ticket- und Tarifangebote sowie eine Förderung besonderer Gruppen wie z. B. Freiwilligendienstleistende. Sowohl die Strecken für den Güter- wie auch  für den Öffentlichen Personenverkehr sind zu erhalten, auszubauen und zu reaktivieren.

Verkehrssicherheit

Eine der wichtigsten Säulen der Mobilität ist  die Verkehrssicherheit. Die beschlossene Vision Zero muss endlich mit Leben gefüllt werden. Überall dort, wo es möglich ist, sollte die Geschwindigkeit innerorts auf 30 km/h begrenzt werden. Gleichzeitg braucht es echte Mobilitätsbildung und Verkehrsaudits bevor etwas passiert.

Bezahlbarer, barrierefreier und familienfreundlicher  Personenverkehr

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist das Rückgrat des Umweltverbundes. In einem Mobilitätsgesetz sollte die Mobilität in ihrer Gesamtheit betrachtet, geplant und geregelt werden. Mit einer allgemeinen Mobilitätsgarantie wird der ÖPNV auch im ländlichen Raum gestärkt und gesichert. Die Haltestellen im ÖPNV müssen – wie von Bundesebene gefordert – barrierefrei sein. Die Kommunen im Land müssen bei der Umsetzung jedoch mehr unterstützt werden – konzeptionell und finanziell. Doch der ÖPNV muss nicht nur barrierefrei werden, sondern auch familienfreundlich! ÖPNV-Haltestellen, sollten Mobilitätsschnittstellen werden. Wir brauchen außerdem neue, attraktive Tarife und Abos sowie günstige Tickets.

Die Schiene verbindet unser Land

Auch beim Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) braucht es neue intelligente und bezahlbare Ticket- und Tarifangebote sowie eine Förderung besonderer Gruppen. Auszubildende-, Freiwilligendienstleistende-, Schüler*innen und Studierende sollten im ÖPNV und SPNV kostenlos transportiert werden! Landesbedienstete sollten auf kostengünstige Jobtickets zurückgreifen können, dafür muss auch das Land einen Zuschuss zahlen und dies auch im Tarifvertrag ermöglichen. Wir brauchen einen massiven Ausbau der Kapazitäten im Nahverkehr! Der vom Land bestellte und finanzierte Nahverkehr ist mit strengen Kriterien zu belegen, dazu gehört u. a.  gute Arbeitsbedingungen, die Nachnutzung der Gefäße und bei neuen Gefäßen die Ausstattung mit zusätzlichen Fahrradstellplätzen und WLAN. 

Sowohl die Strecken für den Güter- wie auch für den Öffentlichen Personenverkehr sind zu erhalten, auszubauen und zu reaktivieren sowie ambitioniert zu elektrifizieren. Darüber hinaus sind auch Haltepunkte zu reaktivieren und auszubauen. Insbesondere alte und neue Gewerbegebiete sind für den Personen- und Güterverkehr anzubinden. 

Auch Bahnhöfe sind als Mobilitätsschnittstellen mit Fahrradabstellanlagen,Carsharing-Parkplätzen, einer abgestimmten Taktung an den ÖPNV sowie Überdachung und Bänken auszustatten.

Zu Fuß und barrierefrei
mobil im Stadtteil

Doch Mobilität gewinnt zu Fuß. Als Zubringer aber auch als eigenständige Verkehrsart ist der Fußverkehr nicht zu vernachlässigen. Um das Zufußgehen attraktiver zu machen, kann ein Förderprogramm für eine sichere und attraktivere Gestaltung von Gehwegen gemäß den Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen (EFA) und die Verkürzung der Wartezeiten an Ampeln helfen. Wir müssen insbesondere Kinder, ältere und sinneingeschränkte Menschen in den Blick nehmen. Mit Fußwegkonzepten, einem Zebrastreifen-Programm und einem sicheren Schulweg-Programm. Die Kommunen sollten schon bei der Stadt- und Verkehrsplanung die Grundsätze der „Stadt der kurzen Wege“ aber auch attraktive Quartiere und Baugebiete mit Fußverkehrsinfrastruktur schaffen.

Das Fahrrad als natürlicher
Motor der Mobilitätswende

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen soll weiterhin gefördert und sogar noch ausgebaut werden, denn die Kommunen sind elementar wichtig, wenn es um Radinfrastruktur aber auch das „Mindset“ geht. Denn: die Radmobilität und der Radtourismus müssen attraktiver werden. Das heißt erst mal Infrastruktur, Infrastruktur, Infrastruktur. Es braucht eigene Wege z. B. entlang Landstraßen, es braucht gute Beläge, es braucht Beschilderung und ja, es braucht auch Großprojekte wie Rad- und Fußbrücken über Flüsse und Schienen sowie Radschnellwege und -routen. Alles mindestens nach dem ERA 2010 Standard. Auch Bikesharing sollte stärker in Sachsen-Anhalt etabliert werden – das ist gut für den Tourismus und den Pendel- und Alltagsverkehr. Die Lastenradförderung muss unbedingt aufgestockt und erweitert werden. Gerade auch Unternehmen wie z. B. die Paket-, Logistik- und Dienstleistungsbranche sollten zum Umstieg auf das Lastenrad bewegt werden. Zur Radinfrastruktur gehören auch Fahrradabstellanlagen, die gehören an jede Liegenschaft und an jeden Bahnhof, dabei sollten vermehrt überdachte Varianten bis hin zu Fahrradparkhäusern und -türmen geschaffen werden.

Mehr Verkehrssicherheit
durch neue Ansätze

Eine der wichtigsten Säulen der Mobilität ist auch die Verkehrssicherheit. Die beschlossene Vision Zero muss endlich mit Leben gefüllt werden. Der Mindestüberholabstand von Autos gegenüber Radfahrenden von 1,50 m ist endlich ausreichend zu kommunizieren aber auch zu ahnden. Dafür braucht es auch neue Sensorik und Technologien. Diese sollten gefördert und von der Landespolizei eingesetzt werden. Die Pflicht zu Abbiege-Assistenten ist eine weitere Säule. Auch eine Trennung von Verkehrsteilnehmenden kann die Sicherheit stärken. Protected-Bikelanes aber auch Radschnellwege sollten deshalb in besonderem Maße gefördert werden. Verkehrssicherheitsaudits sowie Verkehrsschauen sind häufiger und als Vorsorge statt Nachsorge durchzuführen. Zu guter Letzt sorgen Geschwindigkeitsreduzierungen für einen Rückgang der schweren Unfälle. Auf Landstraßen mit Fahrbahnen von weniger als sechs Metern Breite ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h zu begrenzen. Überall dort, wo es möglich ist, sollte die Geschwindigkeit innerorts auf 30 km/h begrenzt werden und an bestimmten Stellen sogar noch weiter reduziert und Shared Spaces gefördert werden.