Mehr Windenergieanlagen braucht das Land

Derzeitig weisen einige Regionale Planungsgemeinschaften in Sachsen-Anhalt verschiedene Vorrang- und Eignungsgebiete aus. Ich bin Mitglied der Regionalversammlung Magdeburg. Wir weisen derzeitig 1,27% (relativer Anteil) aus. Halle weist 1,22%, der Harz 0,5%, die Altmark 1,1% und Anhalt-Bitterfeld-Wittenberge um die 0,98% aus.

Ohne geänderte politische Rahmenbedingungen ist mit keiner Erhöhung der Vorrangund Eignungsgebiete zu rechnen. Durch die wegfallenden Flächen des Leitfadens Artenschutz (Dichtezentren Rotmilan) ist sogar von einer Reduzierung der Flächen auszugehen. Gleichwohl in Form von Landwirtschaftlicher Fläche in der Regionalgemeinschaft Magdeburg nachgesteuert wurde.

Ziel sollte es mittelfristig sein mindestens 2% der Fläche Sachsen-Anhalts als Vorrang- und Eignungsbiet auszuweisen. Mindestens dieses Flächenziel sollte eingefordert werden! Dieses muss in einem Landesentwicklungsgesetz oder Landesentwicklungsplan festgesetzt werden.

Um die Attraktivität von Windenergieanlagen zu steigern braucht es mehr dezentrale Ansätze bzw. mehr Teilhabe durch die Einwohner*innen. Sogenannte Bürger*innenerngieparks können die Lösung sein, hier werden Einwohner*innen auch monetär beteiligt, das heißt sie profitieren auch ökonomisch am Ausbau.

Dafür müssen wir auch über weiche Tabuzonen sprechen. In der Altmark wird beispielsweise jedes bewohnte Haus also als weiche Tabuzone angesehen. Als Wohngebiet sollten wie in Halle eine Ansammlung von 10 Häusern mit dem Nutzen „Wohnen“ zählen. Über eine andere Anwendung der weichen Tabuzonen bspw. der Reduzierung der weichen Tabuzonen an Autobahnen in der Regionalen Planungsgemeinschaft Halle können mehr Flächen für Windenergie ausgewiesen werden.

Sofern technische Innovationen vorliegen sollten diese auch genutzt werden, dies betrifft beispielsweise den BirdScan. Der kann insbesondere für die Dichtezentren des Rotmilans aber auch anderen Habitaten wichtig werden. Einen großen Einfluss hat natürlich auch die Windenergieanlagen Höhe und Größe. Repowering ist daher gerade in Sachsen-Anhalt ein Stichwort.

Für die Energiewende in Sachsen-Anhalt braucht es mutige Regionalversammlungen der Regionalplanungsgemeinschaften, ein Flächenziel und eine EE-Leistungsvorgabe!

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