Sektorkopplung

Klimaschutz und globale Herausforderungen sind zur jetzigen Zeit so aktuell und wichtig wie nie. In Zeiten, in denen sich die Weltgemeinschaft anerkannt haben, dass der anthropogene  Klimawandel eine Gefahr für die Menschheit darstellt. Dabei spielt die Reduzierung des Abbaus und des Verbrennens von fossilen Brennstoffen eine bedeutende Rolle, um langfristig die Treibhausgasemissionen zu verringern und so die Temperaturerhöhung zu entschleunigen. Werkzeug dieser Transformation ist die Energiewende aber auch langfristig die Sektorkopplung. Sie ist unentbehrlich um kurzfristige Überschüsse zu nutzen und das System der Energiespeicher deutlich zu verbessern und auszubauen.

Die Energiewende ist eine Modernisierungsstrategie für die grundlegende Transformation der Energieversorgung mit einer konsequenten Steigerung der Energieeffizienz, den breiten Einsatz der erneuerbaren Energien über den Strombereich hinaus und optimale Verzahnung aller Elemente. Dabei ist die Effizienzstrategie unumgänglich, da die Flächenpotentiale für erneuerbare Energien aus Wind, Photovoltaik, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie endlich sind und mit einem starken Ausbau der Infrastruktur gekoppelt ist. Die regenerativen Energiequellen werden das Stromsystem langfristig stark umgestalten. Auch werden zukünftig hohe Investitionskosten aber niedrige Grenzkosten für die Erzeugung von Strom entstehen. Aufgrund des noch hohen Kapitalbedarfs kann die Energiewende jedoch derzeitig nur langsam voranschreiten. Deshalb ist es wichtig dass die aktuellen punktuellen Förderungsmodelle in allumfassende, langfristige system- und kostenorientierte Strategien verändert werden.

Wärmenetze und Wärmespeicher ermöglichen es, erneuerbare Energien oder industrielle Abwärme zur Gebäudebeheizung großflächig einzusetzen. Damit unterstützen sie, Strom- und Wärmesysteme flexibel zu nutzen und leisten einen Schritt zum modernen Energiesystem. Modellprojekte mit Niedertemperaturwärmenetzen, die zum Beispiel kombiniert mit Großwärmespeichern und Großwärmepumpen zu einer verbesserten Sektorkopplung führen und zusätzlich Abwärme integrieren können, existieren bereits.

Im Mobilitätsbereich liegt der Anteil regenerativer Energien am Verbrauch bei lediglich 5 bis 6 Prozent [Mehr dazu unter https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/emissionsdaten#tremod]. Während in der Vergangenheit vor allem Biokraftstoffe diskutiert wurden, stehen heute Elektro- und Wasserstoffmobilität im Fokus. Bei beiden Fällen ist elektrischer Strom das Antriebsmittel, bei der Elektromobilität direkt und bei der Wasserstoffmobilität indirekt bei der Elektrolyse zur Wasserstoffgewinnung.

Während die Energiewende eindeutig zum Ausbau der regenerativen Energien und dadurch auch zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beigetragen hat, braucht es weitere, weitgehendere Effizienz- und Suffizienzverbesserungen und vor allem auch eine Dekarbonisierung des Wärme- und Mobilitätssektors. Dabei sollte die Energiewende als Gesamtsystem betrachtet werden!

Deshalb lasst uns wenn wir von der Energiewende reden nicht nur die Stromwende meinen – sondern auch Wärme und Mobilität mitdenken!
Mit effizienten Speichertechnologien, Förderprogrammen zur Sektorkopplung und gelungener Ingenieur*innenkunst gelingt uns die ganzheitliche Energiewende!

Madeleine Linke

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